Was war los?

Ihr habt euch sicher schon gefragt, warum auf diesem Blog wieder eine so lange Zeit der Stille herrschte. Heute möchte ich euch endlich einweihen, was bei uns los war.

Yuma und ich haben uns ein bisschen von diesem Blog zurückgezogen, weil eine sehr anstrengende und auch sorgenreiche Zeit hinter uns liegt bzw. auch noch aktuell anhält. Alles fing damit an, dass mir Anfang November plötzlich auffiel, dass Yuma irgendwie unrund läuft. Ich konnte es damals gar nicht richtig beschreiben, wie sie falsch läuft und war mir teilweise auch gar nicht sicher, ob ich da nur Gespenster sehe. Ihr kennt das ja sicher. Ich habe ein paar Tage abgewartet, ob Yuma sich vllt nicht nur vertreten hatte und ob es sich von alleine gibt. Als das Lahmen leider doch nicht von alleine wieder ausheilte, stellte ich Yuma einer Physiotherapeutin vor (weil ich davon ausging, dass Yuma sich vllt nur vertreten, einen Nerv eingeklemmt hat o.ä. und ich ihr und mir dieses „rumdoktern“ und nur Symptome behandeln beim Tierarzt ersparen wollte). Sie bestätigte schon einmal, dass Yuma wirklich unrund läuft, weil sie das rechte Hinterbein beim Stehen und Gehen gar nicht richtig belastet und somit gar nicht aktiv nutzt. Sie setzt es einfach immer nur passiv nach oder legt es auf dem Boden ab, ohne das Gewicht darauf zu verlagern. Ihre Annahme war, dass Yuma unbemerkt mal einen Schmerz (z.B. im Knie) hatte, dadurch in eine Schonhaltung verfiel und aus dieser Schonhaltung aber nie wieder „raus gegangen“ ist. Sie also weiterhin so läuft, obwohl sie schon keine Schmerzen mehr hat, weil sie es sich einfach so angewöhnt hat. Durch diese falsche Belastung hatte sie zu dem Zeitpunkt schon eine ziemlich starke Dysbalance der Muskeln entwickelt. Sie hatte also auf dem rechten Hinterbein kaum noch Muskeln, auf dem linken hatte sich hingegen ein stark verhärteter, schmerzenden Muskel gebildet.

„Ok“ dachte ich damals. Kein schöner Befund, aber nichts weltbewegendes und durch Muskelaufbau soll das Problem schnell wieder behoben sein. Also bekam Yuma ab da 2x pro Woche Training im Unterwasserlaufband und zusätzlich Massagen, um den verhärteten Muskel zu beseitigen. Yuma ging sehr gerne in das Unterwasserlaufband, typisch Labrador eben ;-) Die Massagen fand sie hingegen nicht ganz so klasse. Aber Yuma merkte sehr schnell, dass das Unterwasserlaufband nicht bedeutete, man plantscht da mal eine Runde zum Spaß. Nein, so ein diszipliniertes Laufen im Wasser ist doch ziemlich anstrengend und so fing sie nach ein paar Minuten Training dann gerne schon mal zu meckern an ;-)

Die ganze Physiotherapie dauerte gute 2,5 Monate, danach war der Muskel wieder sehr gut aufgebaut und somit mit der linken Seite schon fast wieder im Gleichgewicht. Aber schon während der Therapie wurde ich immer unsicherer, weil sie einfach keine Besserung des Gangbildes zeigte. Die Physiotherapeutin sagte mir, dass die Hunde dann von alleine beginnen wieder normal zu laufen, wenn der Muskel wieder komplett aufgebaut ist, dementsprechend also erst, wenn wir mit der Physiotherapie richtig fertig sind. Die Physiotherapie war nun also vorbei und es tat sich einfach nichts. Yuma lief immer noch unrund. Ich war ziemlich ratlos und natürlich auch enttäuscht, dass die Therapie nicht angeschlagen hatte oder evtl auch gar nichts bringen konnte, weil die falsche Diagnose gestellt wurde? Ich war mir danach sicher, dass bei Yuma doch irgendetwas akut vorliegen musste, denn sonst würde sie doch nicht immer noch so laufen und es sich vor allem nach Belastungen verschlimmern (während der gesamten Physio-Zeit sollte ich Yuma schonen). Komisch war und ist nur, dass Yuma keine Schmerzen anzeigt, egal welche Stellen man untersucht. Sie ist aber schon immer ein kleiner tapferer Indianer ;-)

So bin ich mit ihr also zu meinem Tierarzt, das gesamte Problem und bisherige Vorgehensweise geschildert. Damals war dort der erste Verdacht, dass Yuma einen Kreuzbandanriss hat. Bei diesem Tierarzttermin zeigte sie sogar mal an, dass es ihr unangenehm ist, wenn man das Knie durchchecked. Yuma sollte nun erst mal 3 Wochen Entzündungshemmer bekommen, zusätzlich gab es noch Anabolika-Spritzen zum Aufbau bzw. Stärkung des Muskels. Aber auch nach diesen 3 Wochen tat sich einfach nichts, was nun schon wirklich sehr merkwürdig ist. Denn unter diesen Entzündungshemmern sollte sich das Gangbild schon mindestens zu 50% bessern. Aber nichts, Yuma lief immer noch unrund und zudem wurde es mit der Zeit immer schlimmer. Auch der aufgebaute Muskel war innerhalb von 2 Wochen wieder komplett weg.

Wie ihr seht, schon alleine durch dieses ganze „Programm“ ist schon eine Menge Zeit vergangen. Zeit, die bei manchen Erkankungen sehr wichtig ist, weil sich alles einfach nur noch verschlimmert, je mehr Zeit vergeht, z.B. weil das Knie immer mehr kaputt geht, der Miniskus oder noch andere Bänder beschädigt werden und somit das Arthroserisiko noch mehr steigt, also ohnehin schon (wenn man mal von einem Kreuzbandanriss ausgeht). Und nicht zu vergessen, dass auch das andere Bein durch diese lange Überbelastungen leidet.

Morgen früh habe ich mit Yuma nun einen Termin in der Tierklinik Dr. Pfeil in Dresden. Er ist ein Spezialist im Bereich der Gelenk- und Knochenchirurgie und somit hoffe ich, dass ich mit Yuma dort in guten Händen bin. Leider können wir zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht mehr davon ausgehen, dass es ein Kreuzbandanriss ist. Einiges deutet zwar darauf hin, anderes wiederum nicht. Z.B. zeigte Yuma bei weiteren Untersuchungen keine Schmerzanzeichen mehr, in Bezug auf das Knie nicht, aber auch andere Körperbereiche, wie z.B. die Hüfte, waren palpatorisch ohne Befund. Zudem ist es wie gesagt sehr merkwürdig, dass Yuma überhaupt nicht auf die Gelenksentzündungshemmer ansprach. Außerdem war ihr Knie nie dick und entzündet. Zusätzlich hängt ihre Rute seit ein paar Tagen einfach nur schlapp nach unten und wenn Yuma mal wedelt, dann auch nur ganz leicht mit gesenkter Rute. Das ist einfach absolut untypisch für sie. Labradorlike war die Rute bzw. wohl eher ihr Propeller immer am Wedeln und sie trug sie waagerecht. Auch habe ich bemerkt, dass sie ihre Hinterpfoten beim Laufen wohl doch hinterher schleift. Beim Laufen sieht man das nicht direkt, aber an den Krallen erkennt man, dass sie an der Vorderseite abgeschliffen sind.

Ich mache mir einfach wahnsinnige Sorgen, was meine Yumamaus denn nun hat. Sie baut körperlich und auch seelisch immer weiter ab. Sie ist sonst ein typischer Sonnenscheinhund. Wirklich IMMER gut drauf, schlechte Laune war für sie ein Fremdwort. Und nun lässt sie regelrecht den Kopf hängen, hat einen traurigen Blick. Es ist einfach nur noch schrecklich, dass mit anzusehen. Seit ein paar Tagen geistern mir nun solche Sachen wie Cauda Equina Syndrom oder auch die degenerative Myelopathie („Muskelschwund“) im Kopf rum. Ich hoffe einfach sehr, dass Yuma keine Erkankung hat, die aus dem Rücken kommt (wie die o.g.).

Diese lange Zeit der Ungewissheit und dieses ständige sich Sorgen machen haben doch schon ziemlich doll an den Nerven gezerrt. Zudem war auch noch in anderen Bereichen bei Yuma in der letzten Zeit gesundheitlich „der Wurm drin“. So mussten wir u.a. an Silvester zum Notdienst, weil Yuma sich ziemlich stark am Ballen verletzt hatte und die Pfote schon recht doll angeschwollen war. Ich weiß nicht, was meine Maus in letzter Zeit hat, irgendwie nimmt sie momentan alles mit, was man nicht gebrauchen kann :-(

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass morgen nun endlich der Termin in der Klinik ansteht. Aber ich bin auch schon sehr aufgeregt und habe Angst, was denn nun bei Yuma diagnostiziert wird und ob alles gut geht. Je nach Befund wird sie morgen direkt operiert werden. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen berichten.

Habt ihr auch schon solche negativen Erfahrungen machen müssen? Oder könnt ihr sogar von den genannten Erkrankungen berichten?

Mein Fazit aus der ganzen Sache ist bisher schon, dass ich zukünftig immer direkt in eine spezialisierte Klinik fahren werde, da man leider über diese von mir gemachten Umwege (Haustierarzt, Physio) sehr schnell Zeit und natürlich auch nicht gerade wenig Geld verliert.

Ich wünsche euch noch einen angenehmen Sonntagabend und drücke euren Vierbeinern die Daumen, dass sie immer gesund bleiben :-)

~ Yuma´s Frauchen ~

Advertisements

4 Gedanken zu „Was war los?

  1. Ach du Schreck,
    so eine Nachricht – das ist wirklich nicht toll !
    ´Bis jetzt können wir nur sagen *toi,toi,toi* – wir waren bis jetzt immer gesund und hatten weder offene Ballen noch sonst irgendwas an Pfote / Gelenke.

    Wir drücken Yuma und dir natürlich fest die Pfoten und Daumen.
    Sind in Gedanken bei Euch.

    Wuff, Deco + Pippa

  2. Oh, die Sorgen kann ich verstehen :( Ich drück ganz fest die Daumen für den Termin (oder ist es schon vorbei?) und dass ihr eine behandelbare Diagnose bekommt. Halt uns bitte auf dem Laufenden, ja?

  3. Das ist ein wirklich schlimmer Zustand und diese Ungewissheit kann einen ja geradezu auffressen.
    Arme Yuma,wir drücken euch ganz fest Pfoten&Daumen das morgen alles gut über die „Bühne“geht und sich ihr Zustand endlich bessert und du weißt was Sache ist.
    Liebe Grüße
    Johanna&Wauzen

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s